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Börse · Vergleich

Scalable vs. Trade Republic: meine Entscheidung

Zwei Neobroker, drei Kriterien, eine Entscheidung: Verzinsung, Zuverlässigkeit und telefonischer Support. Warum ich am Ende bei Scalable Capital gelandet bin – und sogar die Pro-Version bezahle.

Scalable Capital oder Trade Republic — die Frage bekomme ich öfter gestellt, als mir lieb ist, seit ich hier meine Scalable-Kachel verlinke. Zeit für eine ehrliche Antwort statt einer Werbefloskel. Ich habe beide Broker über längere Zeit parallel genutzt und mich am Ende bewusst für Scalable entschieden — nicht aus Gewohnheit, sondern wegen drei konkreter Kriterien: Verzinsung, Zuverlässigkeit und telefonische Erreichbarkeit des Supports. Bei Letzterem hat Trade Republic inzwischen spürbar aufgeholt, wie ich weiter unten ehrlich einräume.

2,50 %
Scalable-Sparkonto p.a., bis 500.000 € (Prime+)
≈2,25 %
Trade Republic, 1:1 EZB-Einlagesatz
1.000+
TR-Support-Mitarbeitende, seit April 2026 rund um die Uhr

Quellen: DAS INVESTMENT, Raisin und Handelsblatt — Konditionen Stand August 2026, siehe Quellenhinweis am Ende.

Zwei Broker, keine Werbung für Trade Republic

Vorweg der wichtige Hinweis für Transparenz: Ich habe keine Partnerschaft mit Scalable Capital oder mit Trade Republic. Was ich habe, ist ein persönlicher Einladungslink zu Scalable, über den ich eine Prämie bekommen kann, wenn darüber ein Depot eröffnet wird (Details dazu am Ende des Artikels) — das ändert aber nichts an den Fakten in diesem Vergleich. Genauso wichtig: Beides sind solide, regulierte Neobroker. Es gibt hier keinen „schlechten" Broker, nur unterschiedliche Prioritäten. Meine waren: Was passiert mit meinem nicht investierten Cash, kann ich mich auf die Technik verlassen, und komme ich im Ernstfall an einen Menschen ran?

Symbolbild einer Waage — Sinnbild für den Abwägungsprozess zwischen zwei Brokern
Am Ende war es kein Kopf-an-Kopf-Rennen in einer einzigen Disziplin, sondern die Summe von drei Kriterien.

Verzinsung: der Systemwechsel bei Scalable

Trade Republic macht es einfach und transparent: Der Cash-Bestand wird 1:1 mit dem EZB-Einlagesatz verzinst, aktuell rund 2,25 %, ohne Lockangebot und ohne Staffelung nach Kontomodell. Was die EZB zahlt, bekommst du — fertig.

Scalable ist seit dem 1. April 2026 einen anderen Weg gegangen: Das klassische Verrechnungskonto selbst wird nicht mehr verzinst, dafür gibt es ein separates Sparkonto mit eigener IBAN und 2,50 % p.a., täglich berechnet und monatlich gutgeschrieben. Umbuchungen zwischen Sparkonto und Verrechnungskonto laufen in Echtzeit, das Geld steht also trotzdem sofort für den nächsten Kauf zur Verfügung.

🏦

Der Unterschied, der mich überzeugt hat: Im kostenlosen Free-Tarif gilt die Verzinsung bis 100.000 €, im Prime+-Tarif bis 500.000 € — verteilt auf fünf Partnerbanken. Das ist nicht nur ein höherer Zins, sondern auch eine bessere Streuung der Einlagensicherung als ein einzelnes Konto bei einer einzigen Bank. Für ein Depot in der Größenordnung, wie ich es auf meiner Cashflow-Seite zeige, ist das ein handfester Unterschied.

Zuverlässigkeit: die App, die einfach läuft

Das zweite Kriterium war für mich der wichtigste stille Faktor: Läuft die App, wenn ich sie brauche — vor allem an Tagen, an denen es an der Börse hoch hergeht und viele gleichzeitig handeln wollen? Trade Republic hatte in diesem Jahr mehrere öffentlich gemeldete Ausfälle: eine technische Störung im März 2026, erneute Probleme am 11. August und wenige Tage später, am 18. August, einen weiteren Ausfall mit tausenden Störungsmeldungen — ohne dass das Unternehmen die Ursache öffentlich kommentiert hätte.

In der Zeit, in der ich Scalable nutze, hatte ich keinen vergleichbaren Totalausfall zu einem Zeitpunkt, an dem ich handeln wollte. Das ist eine persönliche Erfahrung und keine belastbare Statistik über beide Systeme — aber genau solche Erfahrungen summieren sich bei mir zu Vertrauen, und Vertrauen ist bei einem Broker keine Nebensache.

Telefonischer Support: Trade Republic hat aufgeholt

Hier will ich fair bleiben, denn das ist der Punkt, an dem sich am meisten verändert hat. Lange Zeit war Trade Republic praktisch nur per Chat erreichbar, die öffentliche Telefon-Hotline war automatisiert und ausschließlich für Notfälle gedacht — Kartensperrung, Geräteverlust, mehr nicht. Genau das war für mich ursprünglich ein Ausschlusskriterium: Bei Fragen zum Depot, zur Steuer oder im Streitfall wollte ich mit einem Menschen sprechen können.

Seit April 2026 hat Trade Republic hier spürbar nachgelegt: Über 1.000 reale Service-Mitarbeitende, in acht Sprachen, rund um die Uhr per Telefon, Chat oder Rückruf direkt in der App — kostenlos für alle Kunden. Das ist ein echter Fortschritt, und den erkenne ich hier ausdrücklich an: Wettbewerb, der den Kundenservice verbessert, ist gut für alle Anleger.

Kriterium Scalable Capital Trade Republic
Verzinsung Cash
separates Sparkonto vs. Verrechnungskonto
2,50 % p.a., bis 500.000 € (Prime+) ≈2,25 % p.a. (1:1 EZB-Satz)
Zuverlässigkeit 2026
öffentlich gemeldete App-Ausfälle
kein vergleichbarer Ausfall (meine Erfahrung) mehrfach Störungen (März, August)
Telefon-Support
Stand August 2026
telefonisch erreichbar 1.000+ Agents, 24/7, 8 Sprachen (seit 04/2026)
Kostenmodell
günstigster relevanter Tarif
Free 0 € / Prime 2,99 € / Prime+ 4,99 € pro Monat einheitlich, ohne Abo-Stufen

Warum ich trotzdem für Prime+ bezahle

4,99 € im Monat klingen erstmal nach einer Rechnung, die sich ein Free-Tarif sparen würde. Der eigentliche Grund, warum ich sie trotzdem zahle, sind aber gar nicht in erster Linie gesparte Ordergebühren, sondern die detaillierteren Auswertungen zu meinem Depot, die Prime+ mitbringt — ich schaue regelmäßig auf meine Zahlen, und dafür will ich mehr als eine reine Kursliste. Das ist für mich der eigentliche Kaufgrund.

Zwei weitere Punkte spielen eine Rolle, auch wenn ich sie seltener brauche: Einen Wertpapierkredit nehme ich aktuell nicht in Anspruch, aber falls doch mal, ist der günstigere Zins (4,24 % statt 5,24 %) ein echter Vorteil. Und die Einlagensicherung über fünf Partnerbanken bis 500.000 € statt 100.000 € finde ich einfach klasse — auch wenn ich aktuell noch nicht in dieser Größenordnung Cash halte.

Meine Faustregel: Die Auswertungen sind für mich der eigentliche Kaufgrund. Die höhere Zinsobergrenze und der günstigere Kredit-Zins sind das Sahnehäubchen obendrauf — nicht der Auslöser.
Symbolbild: zwei mobile Finanz-Dashboards nebeneinander
Symbolbild. Beide Apps funktionieren im Alltag gut — der Unterschied liegt für mich im Detail, nicht in der Oberfläche.
  • Verzinsung: höherer Satz, höhere Obergrenze, Streuung auf fünf Banken bei Scalable Prime+.
  • Zuverlässigkeit: in meiner Nutzungszeit kein Ausfall zu einem kritischen Moment.
  • Telefon-Support: historisch der Auslöser meiner Entscheidung — heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
  • Gesamtpaket: für meine Depotgröße rechnet sich die Prime+-Flatrate über Zins und Kreditkonditionen.
  • Trotzdem kein Dogma: Ich behalte Trade Republic aktiv im Blick, gerade beim Support-Ausbau.
👀

Ich bleibe dran: Diese Entscheidung ist kein „für immer". Trade Republic hat beim Support gerade gezeigt, wie schnell sich ein vermeintlicher Nachteil auflösen kann. Sollte sich auch bei Verzinsung oder Zuverlässigkeit etwas Grundlegendes ändern, aktualisiere ich diesen Artikel — Stand ist immer das, was hier oben steht, nicht mein Bauchgefühl von vor einem Jahr.

Mein Fazit

Keiner der beiden Broker ist objektiv „der Bessere" — es kommt darauf an, was du priorisierst. Mir persönlich waren Verzinsung meines Cash-Bestands, eine App, auf die ich mich verlassen kann, und die Möglichkeit, im Zweifel mit einem Menschen zu telefonieren, die drei wichtigsten Kriterien. Nach diesem Maßstab war Scalable für mich die richtige Wahl, und die 4,99 € im Monat für Prime+ sehe ich nicht als Kosten, sondern als Teil meiner Anlagestrategie.

# Scalable Capital# Trade Republic# Neobroker# Verzinsung# Prime+# Kundenservice

Werbehinweis: Der Button unten führt über meinen persönlichen Einladungslink zu Scalable Capital. Eröffnest du darüber ein Depot, kann ich eine Prämie erhalten — für dich ändert sich am Angebot nichts.

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Quellen: DAS INVESTMENT — Scalable Capital erhöht Zinsen, RoboAdvisor.one — Prime vs. Free 2026, Raisin — EZB-Leitzins, Handelsblatt — Trade Republic Telefon-Kundenservice und IT-DAILY — Trade Republic erneut down. Konditionen, Zinssätze und Support-Angebote Stand August 2026 und können sich jederzeit ändern — verbindlich ist, was die jeweiligen Anbieter selbst ausweisen. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Einschätzung als privater Anleger.
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