Dreizehn Tage im Kastenwagen: von Unterschleißheim quer durch die Schweiz nach Frankreich, die Provence hinunter ans Mittelmeer und über die Alpen wieder zurück. Diese Seite wächst mit der Tour — Tag für Tag rückt die Geschichte an die Stelle, an der vorher nur der Plan stand.
Tag 1: Übernahme & Geburtstagsumtrunk bei Sabine
Morgens den Camper bei Vantopia abgeholt, eingewiesen und startklar gepackt – dann ging es quer durch die Schweiz, vorbei an Zürich und Basel, bis nach Grenzach. Am Nachmittag Ankunft bei Sabine: Apéro am Pool, ein geselliger Grillabend zu fünft – und mittendrin wurde auch noch Sabines Geburtstag gefeiert. Ein wirklich schöner Auftakt für die große Tour! 🥂
Und ein Wort zum Grillen: Man denkt ja, Grillen kann jeder. Bis Olli, Sabines Mann, am Grill steht – das ist noch mal eine ganz andere Nummer. Er ist preisgekrönter Koch, und genau das schmeckt man auch: Eigentlich macht er nichts anderes als ich, und trotzdem liegen da Welten dazwischen. So unglaublich gut, dass ich mich hemmungslos vollgegessen habe – Moral von der Geschicht: Ich esse nie wieder was. 😄
So war es geplant
🗺️ Route in Apple Karten
Plan: Frühen Übernahme-Slot nutzen, Einweisung (~1 Std.), einkaufen, entspannt losrollen. Ankunft bei Sabine am späten Nachmittag – kein Stress, keine Nachtfahrt.
Anlass: Geburtstagsumtrunk bei Sabine – schöner, familiärer Auftakt vor der großen Reise. 🥂
daddr=-Teil des Links eintragen.Übernachtung: Bei Sabine in Grenzach-Wyhlen – kein Campingplatz.
Tag 2: Durchs Burgund-Tor nach Lyon
Nach dem langen Abend bei Sabine war die Nacht kurz – erst ausgiebig gefeiert, dann in Ruhe gefrühstückt und los. Die Fahrt nach Lyon zog sich, und als wir nachmittags auf dem Campingplatz standen, war die Versuchung groß, den Stadttrip zu streichen und stattdessen einen späten Mittagsschlaf zu machen. Gott sei Dank haben wir es nicht getan.
Also mit Bus und Metro rein in die Stadt – und es hat sich sowas von gelohnt. Vieux Lyon ist eine traumhafte Altstadt mit ganz besonderem Flair: enge Gassen, versteckte Innenhöfe, die Kathedrale Saint-Jean. Mit der Standseilbahn hinauf zur Basilique Notre-Dame de Fourvière – und oben dann der Blick über ganz Lyon, einfach traumhaft.
Und dann wollte es der Zufall so: Wir standen genau um 19:15 Uhr an der Basilika – und in ganz Lyon fingen alle Glocken an zu läuten. Das passiert jedes Jahr am 8. September, zum Gedenken an den 8. September 1643. Damals stiegen die Schöffen der Stadt auf den Berg und beteten zur Jungfrau Maria, Lyon von der Pest zu verschonen – und versprachen, jedes Jahr wiederzukommen, um ihr zu huldigen. Eben jeden 8. September um 19:15 Uhr. Und die Pest verschonte Lyon. 🔔
Zum Ausklang noch einen Cidre in einem kleinen Bistro, dann mit Metro und Bus zurück zum Campingplatz – und weil es so schön war, gab es am Camper noch einen kleinen Absacker. 🥂
So war es geplant
🗺️ Route in Apple Karten
Nachmittag & Abend: Camper abstellen, per Bus und Metro in die Stadt. Erkundung der Altstadt Vieux Lyon (UNESCO-Welterbe) mit den versteckten Traboules-Passagen, dann mit der Standseilbahn („Ficelle") hinauf zur Basilika Fourvière – der Blick über die Dächer bis zu den Alpen ist der perfekte Einstand.
Übernachtung: Camping de Lyon / Citykamp (Dardilly) – im Grünen mit Busanbindung in die City. Citykamp Lyon ↗
Tag 3: Pont du Gard & Ankunft im Herzen der Provence
Der Wetterbericht hatte nicht gelogen: Regen, gleich am Morgen. Aber Croissants gehen immer – mit Espresso im Camper war die Laune schnell gerettet, und wir rollten los, Richtung Süden, erstes Ziel Avignon mit Abstecher zur Pont du Gard.
Nur leider stand uns halb Frankreich im Weg: vier Stunden Stau auf der Autobahn, aus dem geplanten Vormittag wurde ein langer Stillstand in der Kolonne. Immerhin nutzte das Wetter die Verzögerung – während wir dahinkrochen, riss der Himmel langsam auf.
Mit Verspätung, aber endlich da: die Pont du Gard – ein eindrucksvolles Bauwerk. Das römische Aquädukt spannt sich in drei Bogenreihen über den Gardon, fast 2000 Jahre alt und immer noch atemberaubend in seinen Proportionen. Wir liefen hinunter ans Wasser, wo Kajakfahrer gemächlich unter den Bögen hindurchpaddelten, und standen eine Weile einfach nur da und schauten nach oben. Man muss direkt darunter stehen, um zu begreifen, wie groß das Ding wirklich ist.
Weiter ging's zum Campingplatz Bagatelle in Avignon – nur fünf Gehminuten von der Altstadt entfernt. Kaum angekommen und die Stühle noch nicht aufgestellt, zog es uns schon wieder los: Der Hunger auf die Stadt war größer als der auf Rast.
Der Papstpalast im goldenen Abendlicht – wir setzten uns kurz auf einen Poller auf dem großen Platz davor und ließen das gewaltige Bauwerk auf uns wirken. Doch der Hunger vom langen Fahrtag meldete sich lautstark, und statt lange zu suchen, landeten wir im nächstbesten Restaurant direkt am Palast. Manchmal ist das genau richtig.
Nach dem Essen noch ein Spaziergang zur berühmten Pont d'Avignon – die Brücke, die mitten im Fluss endet, lag ruhig im Abendlicht vor uns. Um halb neun waren wir zurück am Camper. Ein Glas Wein, der Tag klang aus, und wir planten schon ein bisschen, wie es morgen weitergeht. 🥂
So war es geplant
🗺️ Etappe 1: Pont du Gard🗺️ Etappe 2: Avignon
Vormittag: Spätestens 8:30 Uhr in Lyon los. Gegen Mittag am Pont du Gard – Parkplatz „Rive Gauche" ansteuern (Wohnmobil-tauglich). Picknick am Gardon, Füße ins Wasser, das dreistöckige Aquädukt bestaunen.
Nachmittag Avignon: ~15 Uhr auf Camping Bagatelle einchecken, dann zu Fuß über die Brücke in die Stadt: Palais des Papes (Ticket vorab online – letzter Einlass beachten!), danach Pont Saint-Bénézet und zum Sonnenuntergang in den Panoramagarten Rocher des Doms.
Übernachtung (2 Nächte): Camping Bagatelle auf der Flussinsel Île de la Barthelasse. 📌 Mi 09.09.–Fr 11.09. bestätigt. Camping Bagatelle ↗
Tag 4: Van Gogh – Arles, Saint-Rémy & Les Baux
Der Tag startete gemütlich: Croissants, frisches Baguette und ein starker Espresso im Camper – der beste Einstand in einen Van-Gogh-Tag. Auf dem Weg noch schnell ein Stück Banon besorgt, den würzigen Ziegenkäse mit der Kastanienblatt-Hülle – passender könnte ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Arles kaum sein.
Dann Arles – die Stadt, die Van Gogh in gut einem Jahr mehr Bilder abgerungen hat als fast jeder andere Ort. Erstes Ziel: das Café am Place du Forum, das er 1888 als „Café-Terrasse am Abend" gemalt hat. Das gelbe Vordach steht heute noch fast exakt so da wie auf der Leinwand – nur der Sternenhimmel darüber fehlte uns natürlich bei strahlendem Tageslicht. Gemälde und Gegenwart im direkten Vergleich (Fotos 2 & 3 der Galerie) – ziemlich verblüffend, wie wenig sich verändert hat.
Danach das Amphitheater – von weitem wirkt es, als hätte man ein Stück Rom mitten in die Provence gebeamt. Und genau das ist es auch: fast 2000 Jahre alt, größer als die Arena in Nîmes, und bis heute in Betrieb. Wir haben uns mit Blick auf die Arena in ein Café gesetzt und die Aussicht bei einem Kaffee genossen, danach noch ein bisschen durch die Gassen der Altstadt gebummelt.
Weiter nach Saint-Rémy-de-Provence – auffallend herausgeputzt, edle Fassaden, feine Läden: hier wohnt sichtlich, wer es sich leisten kann.
Der Schlenker zum Felsendorf Les Baux-de-Provence endete, bevor er richtig anfing: Trotz Nebensaison war das Dorf so überlaufen, dass wir gar nicht erst angehalten haben – nur ein kurzer Blick von unten auf das imposante Felsennest, dann zurück zum Campingplatz. Dort haben wir den Tag ganz gemütlich ausklingen lassen.
So war es geplant
🗺️ Nach Arles🗺️ Nach Saint-Rémy🗺️ Zurück nach Avignon
Früh: Kurzer Stopp in den Markthallen Les Halles d'Avignon (Di–So ab morgens) – Picknick für den Tag besorgen. Frischer Ziegenkäse wie Banon ist Pflicht!
Vormittag Arles: Römisches Amphitheater und die Van-Gogh-Spots, unter anderem das Café la Nuit am Place du Forum.
Nachmittag: Saint-Rémy-de-Provence – in der Heilanstalt Saint-Paul-de-Mausole malte Van Gogh die „Sternennacht". Danach der Schlenker zum Felsendorf Les Baux-de-Provence (+15 Min., Wohnmobile auf P Ancienne Gare).
Übernachtung: Camping Bagatelle (Avignon)
Tag 5: Ockerfelsen, Keramikdorf & Ankunft am Verdon
Die gewohnten Croissants und ein Espresso zum petit déjeuner – dann ging es relativ zügig los: von Avignon nach Roussillon zu den Ockerfelsen. Bemerkenswert, auch ohne die Sonne, die die Felsen erst so richtig leuchten lässt: Die schroffen Kanten in Ocker, Rot und Rostbraun, mit einem einzelnen Baum, der sich oben am Kamm hält – man versteht sofort, warum dieser Ort die Maler und Fotografen anzieht.
Kein Problem – weiter zu Gordes und der Abtei Sénanque. Das Dorf, das sich wie eine komplette Stadt in den Fels schmiegt, hat mich noch deutlich mehr beeindruckt als die Ockerfelsen: Haus an Haus, Terrasse über Terrasse, alles aus demselben honigfarbenen Stein, gekrönt von der Kirche ganz oben. Ein dunkler Wolkenhimmel im Hintergrund gab dem Ganzen noch eine besondere Dramatik.
Dann ging es weiter nach Bauduen ans Südufer des Lac de Sainte-Croix – und was für eine Ankunft: nicht gelogen, der See ist tatsächlich türkisblau und glasklar. Der Weg dorthin führt über die schmale Pont du Galetas, wo sich die Verdonschlucht ins Seebecken öffnet – ein enger Canyon aus hellem Kalkstein, unten das smaragdgrüne Wasser dicht bevölkert von Tretbooten und Kajaks, die sich zwischen den Felswänden hindurchschlängeln.
Auf dem Campingplatz direkt am See angekommen, erstmal eine kurze Stärkung: Baguette, Ziegenkäse und Salami. Dann ab in den See – naja, mehr als bis zu den Knien war schwierig bei 21 Grad. Aber alles rundherum war perfekt: ein fast menschenleerer, traumhaft abgelegener Strand mit einer traumhaften Kulisse aus Fels und Wald ringsum.
Anschließend noch ein kurzer Spaziergang und ein gemütlicher Abend am Camper mit einem Glas Wein. Dabei gleich die nächsten Campingplätze gebucht und die restliche Route noch einmal durchgecheckt. 🥂
So war es geplant
🗺️ Nach Roussillon🗺️ Nach Moustiers🗺️ Zum Camping Tikayan
Vormittag: Von Avignon direkt nach Roussillon – der Sentier des Ocres (kurze Runde ca. 30 Min., kleiner Eintritt) leuchtet im Spätsommerlicht spektakulär. Wer früh dran ist, nimmt den Fotostopp am Aussichtspunkt vor Gordes und die Abtei Sénanque mit – beides liegt nur wenige Minuten abseits.
Mittag: Weiter nach Moustiers-Sainte-Marie, Bummel durchs Keramikdorf, unter dem hängenden goldenen Stern hindurch, der an einer Kette zwischen den Felsen hängt. ⭐
Später Nachmittag: Weiter nach Bauduen ans Südufer des Lac de Sainte-Croix, einchecken. Wer noch Lust hat, springt vor dem Abendessen in den See.
Übernachtung (2 Nächte, gebucht): Camping Tikayan Rives du Lac de Sainte-Croix, Quartier Notre Dame, Chemin de la Blache (RD71), 83630 Bauduen · ☎️ 04 94 70 05 44 · direkter Seezugang, 3 Sterne.
Tag 6: Route des Crêtes – die Schlucht aus dem Cockpit
Heute morgen keine Eile: ausgiebig Espresso und Croissants im Camper, dann los – einmal rund um den Lac de Sainte-Croix und weiter über die Staumauer nach La Palud-sur-Verdon. Der See hat es uns richtig angetan: glasklares, türkisblaues Wasser, kaum Tourismus, drumherum einfach nur unberührte Natur.
Dann die Route des Crêtes – und die hält, was der Name verspricht. Schon der erste Stopp am Belvédère de l'Escalès hatte es in sich: Kaum ausgestiegen, schwebte ein Gänsegeier nur 2–3 Meter über unseren Köpfen, lautlos in der Thermik über der Schlucht. Ich wollte noch schnell die Kamera zücken (Foto 5 der Galerie, aus der Hand, mehr war nicht drin) – aber eigentlich war klar: Dieser Moment war einmalig, den behält man im Kopf, nicht auf der Speicherkarte.
Auch der Rest der Strecke bot Blick um Blick in die Schlucht, teils mit 700 Meter senkrecht abfallenden Steinwänden – man steht am Rand, schaut hinunter, und der Verdon ist da unten nur noch ein schmales türkisfarbenes Band.
Unterwegs noch nach einem Obst- oder Gemüsestand Ausschau gehalten – ohne Erfolg. Hier oben gibt es schlicht keine Infrastruktur, keine Läden, nur Natur. Zufrieden ging's zurück zum Campingplatz, um den Nachmittag noch am See zu verbringen, bevor wir uns ein paar Nudeln gekocht haben. 🍝
So war es geplant
🗺️ Nach La Palud (Start Rundkurs)
Must-Do: Die legendäre Panoramastraße Route des Crêtes am Nordrand der Verdon-Schlucht. Kein Wandern nötig – die 14 Belvédères mit bis zu 700 m Tiefblick liegen direkt neben den Parkbuchten.
Nachmittag: Zurück am See – baden, lesen, Rosé. Übernachtung: Camping Tikayan, zweite Nacht.
Tag 7: Weiterfahrt an die Côte d'Azur
Nach der Planänderung und der Umbuchung, für die wir zwischenzeitlich auch die Bestätigung bekommen hatten, war die Sache für heute klar: direkt an die Côte d'Azur, ganz ohne Stress und ohne Zeitdruck. Gesagt, beschlossen, getan – um 11 Uhr ging es los, entlang der Seealpen, und die Kurven hätten mein Biker-Herz früher höherschlagen lassen. Ach, Moment – ich hab ja meine BMW GS 1200 Adventure verkauft und nach 40 Jahren unfallfreiem Fahren die Bikerklamotten an den Nagel gehängt. Auch wenn das Herz manchmal noch höherschlägt, wenn ein Motorradfahrer vorbeizieht: Für 40 Jahre ohne Unfall muss man einfach dankbar sein. Wieso ich das gerade sage? Der verunfallte, bewusstlose Biker, an dem wir gestern auf der Route des Crêtes vorbeikamen, hat mich daran erinnert.
Aber auch die schöne, kurvige Strecke mit dem Camper macht Spaß, vor allem bei diesem wunderschönen Ausblick. Den geplanten Abstecher nach Saint-Paul-de-Vence haben wir Kunstbanausen dann auch verweigert – keine Galerien, und auch nicht zu Marc Chagalls Grab. Dafür ein paar sehr entspannte Stunden am Pool des schönen und gepflegten Vier-Sterne-Campingplatzes La Vieille Ferme, bei 28 Grad, Sonnenschein und gutem französischen Wein.
Auch die letzten ruhigen Minuten vor dem Camper wollten wir uns nicht entgehen lassen – einfach noch einmal den Tag Revue passieren lassen. 🥂
So war es geplant
Reiner Fahrtag: Kein festes Sightseeing-Programm – bewusst Puffer für Ankunft, Einchecken und die letzten Kilometer der kurvigen Route über die Seealpen.
Übernachtung (3 Nächte): Camping La Vieille Ferme, 296 Boulevard des Groules, 06270 Villeneuve-Loubet · ☎️ 04 93 33 41 44 · 📌 13.09.–16.09. bestätigt ✅ La Vieille Ferme ↗
Tag 8: Nizza – ein ganzer Tag für die Hauptstadt der Riviera
Anreise mit der Regionalbahn statt Camper – nur dass der Bahnhof in Villeneuve-Loubet erst mal knapp 1,8 km zu Fuß bedeutete. Egal, dabei hat sich gleich wieder gezeigt, wie schön die Nachsaison ist: 28 Grad statt nochmal zehn mehr obendrauf – ein echter Genussmoment. Der Zug selbst war eine sehr bequeme Art, nach Nizza zu kommen – mit dem Wohnmobil wäre das wohl aussichtslos gewesen.
Mitten in der Stadt angekommen, ging es erst mal dem salzigen Meergeruch hinterher – das Meer hat irgendwie doch etwas Magisches. Wir sind an der La Spiaggia Plage entlanggeschlendert und dann links in die Altstadt eingebogen. Eigentlich wollten wir geradeaus zum Cours Saleya, um die Blumen- und Marktstände zu bestaunen – war aber nur ein klassischer Trödelmarkt. Weit und breit keine Blumenstände, und auch niemand, der uns Socca (Kichererbsen-Fladen) verkaufte. Ob wir zu spät dran waren oder es sie einfach nicht gab, wissen wir bis heute nicht. Entschädigt haben uns dafür die ockerfarbenen, engen Gassen der Altstadt – und mal wieder bei einem Espresso das Treiben hautnah beobachtet. Weiter ging's zum Colline du Château, bevor es noch heißer wird – ein atemberaubender Blick entschädigt für die vielen Treppen.
Der nicht bekommene Socca und der damit verbundene Hunger trieben uns zurück durch die Altstadt. Gut, dass wir Geduld übten und weitersuchten, bis wir ein weniger touristisches Restaurant gefunden hatten: Gnocchi au pistou rouge – ein leichtes, sommerliches Mittagsmenü mit Burrata und hauchdünnem Speck, sehr fein.
Es trieb uns noch weiter zum Place Masséna und dann zurück zum Bahnhof – nach 10 km quer durch Nizza war es dann auch genug. Kurzes Verschnaufen im Zou!, dann die letzten Meter zurück zum Campingplatz – mehr als genug gelaufen! Ab an den Pool. Das verdiente Glas Wein kam dann später. 🥂
So war es geplant
🗺️ Fußweg zum Bahnhof🗺️ Cours Saleya, Nizza🗺️ Colline du Château
Der gewonnene Tag steckt hier drin: Nizza bekommt nicht nur einen Vormittag, sondern den ganzen Tag – ohne Blick auf die Uhr.
Vormittag: Blumen- und Marktstände am Cours Saleya, dann durch die ockerfarbenen Gassen von Vieux Nice. Aufstieg zum Colline du Château mit dem Panorama über die Baie des Anges und den Wasserfall oben auf dem Burgberg.
Nachmittag: Promenade des Anglais entlangbummeln, Füße ins Mittelmeer. Wer Kunst will: das Musée Matisse und das Musée Marc Chagall im Stadtteil Cimiez, dazu die römischen Ausgrabungen – per Bus vom Zentrum aus schnell erreichbar.
Übernachtung: Camping La Vieille Ferme – zweite Nacht.
Tag 9: Antibes & Cap d'Antibes – Yachten, Picasso, Küstenpfad
🗺️ Mit dem TER nach Antibes🗺️ Picasso-Museum🗺️ Sentier du Littoral (Start Plage de la Garoupe)
Vormittag: Der Marché Provençal in der maritimen Altstadt, dann der Hafen mit dem Quai des Milliardaires ⚓ – hier liegen die größten Megayachten der Welt Bug an Bug.
Mittag: Das Picasso-Museum im Château Grimaldi direkt über dem Wasser – Picasso hat 1946 einige Monate hier gearbeitet und dem Schloss die entstandenen Werke dagelassen. Die Terrasse mit den Skulpturen über dem Meer ist allein den Eintritt wert.
Nachmittag: Der Sentier du Littoral am Cap d'Antibes – ein spektakulärer Küstenpfad direkt über den Felsen, Start an der Plage de la Garoupe. Wer lieber liegen bleibt: Die Garoupe-Bucht ist einer der schönsten Sandstrände der Küste.
Übernachtung: Camping La Vieille Ferme – dritte und letzte Nacht.
Tag 10: Grasse & die Route Napoléon nach Sisteron
🗺️ Nach Grasse🗺️ Route Napoléon nach Sisteron
Vormittag: Stopp in Grasse, der Welthauptstadt des Parfums – kostenlose Führungen bei Fragonard oder Galimard.
Fahrterlebnis: Die legendäre Route Napoléon (N85) nach Norden durch die Seealpen. Fotostopp am Bergsee Lac de Castillon.
Abends: Sisteron – die Zitadelle über dem Durance-Durchbruch glüht in der Abendsonne.
Übernachtung (1 Nacht): Camping Les Prés Hauts, 44 Chemin des Prés Hauts, 04200 Sisteron · ☎️ 04 92 61 19 69 · camping-sisteron.com ↗ – Stellplatz 012 „Grand confort" ist als Option reserviert, 32,82 € gesamt (22 € Platz, 9 € Bearbeitung, 1,82 € Kurtaxe), Anzahlung 15,60 €.
Tag 11: Über die Alpen an den Lago Maggiore
🗺️ Route in Apple Karten🗺️ Mont-Blanc-Tunnel
Königsetappe: Früh los. Traumhafte Kulisse: Chamonix mit Blick auf den Mont Blanc, dann durch den Tunnel und hinunter ins Aostatal. Nachmittags Ankunft am Lago Maggiore, Gelato an der Uferpromenade von Stresa genießen und entspannen.
Übernachtung (1 Nacht, gebucht ✅): Conca d'Oro Camping & Lodge, Via 42 Martiri 26, 28831 Feriolo di Baveno (VB) · ☎️ +39 0323 28116 · concadoro.it ↗ – bestätigt und angezahlt, direkt am See mit eigenem Sandstrand. Liegt rund 5 km vor Baveno, also etwas früher auf der Anfahrt aus dem Aostatal.
Tag 12: Vormittag am See & über den San Bernardino heim
🗺️ Heimroute über den San Bernardino
Übernachtung: Zuhause oder stationsnah im Raum München, Camper in Ruhe ausräumen.
Tag 13: Rückgabe bei Vantopia
🗺️ Zur Station
Rückgabe-Checkliste:
- Diesel vollgetankt ⛽
- Frisch- und Abwassertank geleert 💧
- Kassetten-Toilette geleert 🚽
- Innenraum besenrein, persönliche Sachen raus 🎒
- Rundgang mit Fotos vom Zustand (Beweissicherung) 📸
- Kautions-Rückerstattung bestätigen lassen ✅
Roadbook & Organisation — Fahrzeug, Checkliste, Gesamtstrecke
🚐 Vantopia München – Traveler Automatik
| Station: | Vantopia München · Siemensstraße 12a · 85716 Unterschleißheim ☎️ 089 24882549-0 · vantopia.de |
| Fahrzeug: | Kastenwagen „Traveler" mit Automatik · 4 Schlafplätze · 4 Sitzplätze · 3.500 kg zGG (Führerschein B genügt) · Bad mit Dusche/WC · Warmwasser-Boiler · Küche · Standheizung |
| Maße: | Länge 5,99 m · Breite 2,08 m (mit Spiegeln ca. 2,3–2,4 m) · Höhe 2,70 m — ⚠️ Höhe im Blick behalten bei Parkhäusern und Tiefgaragen (z.B. Saint-Paul-de-Vence): Standard-Schranken liegen oft bei 2,0–2,1 m. |
| Kennzeichen: | MU-VT2652 (lt. Buchungsbestätigung La Vieille Ferme – bei Übernahme abgleichen) |
| Inklusive: | Alle Kilometer frei 🎉 · „Ready-to-go"-Vollausstattung (Küche, Bettwäsche, Campingmöbel, Auffahrkeile …) · Endreinigung · Vollkasko mit Mobilitätsgarantie und europaweitem Schutzbrief · Wassertank vorbefüllt (~20 l) |
| Rückgabe: | Sa, 19.09.2026 – mit leeren Tanks & leerer Toilette, vollgetankt. Rückgabe möglichst bis 12 Uhr. |
✅ To-do vor der Abreise
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ACSI CampingCard 2026– bewusst nicht bestellt. - Crit'Air-Umweltplakette ✅ bestellt.
- Maut-Badge Bip&Go ✅ bestellt.
- Kreditkarten-Limit ✅ geprüft.
- Camping La Vieille Ferme ✅ umgebucht und bestätigt: 13.09.–16.09., 3 Nächte · 53 € angezahlt (28 € Buchungsgebühr + 25 € Anzahlung), Restbetrag bei Anreise. Anreise ab 14 Uhr, Rezeption bis 19 Uhr.
- Camping Bagatelle Avignon (Tag 3–4, Mi 09.09.–Fr 11.09.) ✅ bestätigt.
- Camping Tikayan (Bauduen, Lac de Sainte-Croix) ✅ gebucht: 11.09.–13.09., 2 Nächte – Ersatz für Camping Le Galetas (Aiguines), das die ganze Saison 2026 wegen Bauarbeiten geschlossen ist.
- Conca d'Oro Camping & Lodge (Feriolo di Baveno) ✅ bestätigt und angezahlt: 17.–18.09., 1 Nacht · ☎️ +39 0323 28116.
- Camping Les Prés Hauts (Sisteron) ✅ bestätigt und angezahlt: 16.–17.09., 1 Nacht · Stellplatz 012 „Grand confort" · 32,82 € gesamt, Restbetrag bei Anreise.
- Apple Karten: Offline-Karten für Provence, Verdon, Aostatal und Lago Maggiore herunterladen – im Verdon ist das Netz löchrig!
- Tarif Mont-Blanc-Tunnel für Klasse 2 (Höhe 2,70 m) vorab prüfen.
🗺️ Streckenverlauf – Skizze & Gesamtübersicht
📊 Gesamtstreckenverlauf im Überblick
| Tag | Etappe / Route | Distanz | Fahrzeit | Highlights |
|---|---|---|---|---|
| Tag 1 · Mo 07.09. | Unterschleißheim → Grenzach-Wyhlen | ca. 390 km | ca. 4:00 Std. | Lindau · Zürich · Umtrunk bei Sabine |
| Tag 2 · Di 08.09. | Grenzach-Wyhlen → Lyon (Dardilly) | ca. 400 km | ca. 4:00 Std. | Besançon · Maut Klasse 2 |
| Tag 3 · Mi 09.09. | Lyon → Pont du Gard → Avignon | ca. 260 km | ca. 3:05 Std. | Gardon-Tal · Insel Barthelasse |
| Tag 4 · Do 10.09. | Rundtour: Avignon → Arles → Saint-Rémy → Avignon | ca. 90 km | ca. 1:30 Std. | Van-Gogh-Route · Les Baux |
| Tag 5 · Fr 11.09. | Avignon → Roussillon → Moustiers → Bauduen | ca. 180 km | ca. 3:00 Std. | Ockerfelsen & Keramikdorf |
| Tag 6 · Sa 12.09. | Verdon-Panoramarunde: Route des Crêtes (D23) | ca. 43 km | ca. 2:15 Std. | Im Uhrzeigersinn! · Geier |
| Tag 7 · So 13.09. | Bauduen → Villeneuve-Loubet | ca. 155 km | ca. 2:45 Std. | Reiner Fahrtag zur Küste |
| Tag 8 · Mo 14.09. | Nizza – ganzer Tag (TER) | 0 km | – | Vieux Nice · Cimiez · Villefranche |
| Tag 9 · Di 15.09. | Antibes & Cap d'Antibes – ganzer Tag (TER) | 0 km | – | Picasso · Sentier du Littoral |
| Tag 10 · Mi 16.09. | Villeneuve-Loubet → Grasse → Sisteron (N85) | ca. 175 km | ca. 3:35 Std. | Parfumstadt · Route Napoléon |
| Tag 11 · Do 17.09. | Sisteron → Chamonix → Mont-Blanc-Tunnel → Baveno | ca. 440 km | ca. 5:45 Std. | Königsetappe · Aostatal |
| Tag 12 · Fr 18.09. | Baveno → Locarno → San-Bernardino-Pass → München | ca. 500 km | ca. 6:00 Std. | Passkuppe 2.066 m |
| Tag 13 · Sa 19.09. | Raum München → Vantopia Unterschleißheim | ca. 20 km | ca. 0:20 Std. | Rückgabe bis 12 Uhr |
| Gesamt | 13 Tage · Provence, Côte d'Azur, Alpen | ca. 2.610 km | ca. 35,5 Std. | 2 Nächte Verdon · 3 Nächte Küste · 1 Nacht Lago Maggiore |
🆘 Wichtige Nummern & Infos unterwegs
| Europäischer Notruf: | 112 (Rettung/Feuerwehr) · Polizei FR: 17 |
| Vantopia Station München: | 089 24882549-0 – bei Panne oder Schaden immer zuerst anrufen (europaweiter Schutzbrief inkl. Pannenhilfe, Abschleppen, Weiterfahrt) |
| Camping La Vieille Ferme: | 04 93 33 41 44 · info@vieilleferme.com · gebucht 13.–16.09., 3 Nächte ✅ (umgebucht). Anreise ab 14 Uhr, Rezeption bis 19 Uhr, Restbetrag vor Ort |
| Camping Tikayan (Bauduen): | 04 94 70 05 44 · Quartier Notre Dame, Chemin de la Blache (RD71), 83630 Bauduen · gebucht 11.–13.09., 2 Nächte ✅ |
| Camping Les Prés Hauts (Sisteron): | 04 92 61 19 69 · info@camping-sisteron.com · 44 Chemin des Prés Hauts, 04200 Sisteron · gebucht 16.–17.09., Stellplatz 012 ✅ · angezahlt, Restbetrag vor Ort · Rezeption ab 15.09. 8:30–12:30 und 15–19 Uhr Ausweichplatz: Flower Camping Jas du Moine, Salignac (9 km) · +33 4 92 61 40 43 · contact@camping-jasdumoine.com |
| Conca d'Oro (Lago Maggiore): | +39 0323 28116 · info@concadoro.it · Via 42 Martiri 26, 28831 Feriolo di Baveno (VB) · gebucht 17.–18.09., 1 Nacht ✅ · angezahlt |
| Maut-Klasse: | Unser Traveler = Klasse 2 (Höhe 2–3 m, ≤ 3,5 t) |
| Tempolimits: | FR Autobahn 130 (bei Regen 110) · Landstraße 80 · Ort 50 km/h · CH Autobahn 120 · IT Autobahn 130 |
| Tanken: | Diesel = „Gazole" (FR) / „Gasolio" (IT) · Supermarkt-Tankstellen (E.Leclerc, Intermarché) meist günstiger als Autobahn |
| Ver-/Entsorgung: | „Aire de services" – per App park4night finden (vorher runterladen!) |